Bogensport-Lexikon: Fachbegriffe von A bis Z erklärt
121 Begriffe aus dem Bogenschießen einfach erklärt – von Ankerpunkt über Spine und Tiller bis Zuggewicht.
- 3D-Bogenschießen
- Schießen auf lebensgroße Tierattrappen aus Schaumstoff, meist auf einem Parcours im Wald mit unbekannten Entfernungen. Gewertet wird nach getroffener Zone (Kill, Vital, Körper).
- 3D-Ziel
- Tierfigur aus robustem Schaum mit auswechselbarem Kern. Die eingezeichneten Trefferzonen bestimmen die Punkte im 3D-Wettkampf.
- Ablass
- Der Moment, in dem die Zughand die Sehne freigibt. Ein sauberer Ablass entsteht durch Entspannen der Finger, nicht durch aktives Öffnen – sonst „zupft“ man die Sehne zur Seite.
- Ankerpunkt
- Fester Punkt im Gesicht, an dem die Zughand im vollen Auszug anliegt, etwa Kinn, Mundwinkel oder Wange. Ein immer gleicher Anker ist die Grundlage für gleichmäßige Gruppen.
- Archer’s Paradox
- Der Pfeil biegt sich beim Abschuss um das Mittelteil herum und schwingt sich im Flug wieder gerade. Damit das klappt, muss die Steifigkeit (Spine) zum Bogen passen.
- Armschutz
- Schutz am Unterarm der Bogenhand gegen Sehnenschläge. Gerade für Einsteiger Pflicht, weil der Bogenarm anfangs oft zu weit innen steht.
- Aufspannen
- Einhängen der Sehne in beide Wurfarmenden. Bei Recurve- und Langbögen am sichersten mit einer Spannschnur, damit sich die Wurfarme nicht verdrehen.
- Augendominanz
- Das Auge, das beim Zielen die Führung übernimmt. Es entscheidet mit, ob du einen Rechts- oder Linkshandbogen brauchst – nicht nur deine Schreibhand.
- Auszug
- Das Ziehen der Sehne bis zum Ankerpunkt. Im vollen Auszug wird die Energie gespeichert, die der Bogen beim Ablass an den Pfeil abgibt.
- Auszugslänge
- Abstand vom Nockpunkt bis zum Drehpunkt des Griffs im vollen Auszug, angegeben in Zoll. Sie bestimmt Bogenlänge, Pfeillänge und das tatsächlich gehaltene Zuggewicht.
- Barebow
- Recurvebogen ohne Visier, Klicker und lange Stabilisatoren. Gezielt wird über die Pfeilspitze, oft mit String-Walking oder Face-Walking. Gewichte im Mittelteil sind erlaubt.
- Befiederung
- Federn oder Kunststoff-Vanes am hinteren Pfeilende. Sie stabilisieren den Flug und bringen den Pfeil in Rotation.
- Befiederungsgerät
- Vorrichtung, mit der Federn in exakt gleichem Winkel und Abstand auf den Schaft geklebt werden – wichtig für gleichmäßigen Pfeilflug.
- Blunt
- Stumpfe Spitze aus Gummi oder Metall, die nicht tief eindringt. Gedacht für Roving und Spaßschießen auf weichen Untergrund.
- Bogenarm
- Der Arm, der den Bogen hält. Beim Rechtshandschützen ist es der linke. Er drückt locker zum Ziel, die Hand umklammert den Griff nicht.
- Bogenfenster
- Ausgesparter Bereich im Mittelteil oberhalb des Griffs, durch den man aufs Ziel sieht und an dem der Pfeil vorbeifliegt.
- Bogenlänge
- Länge des Bogens von Wurfarmspitze zu Wurfarmspitze in Zoll. Sie richtet sich vor allem nach der Auszugslänge: Wer weiter auszieht, braucht einen längeren Bogen.
- Bogenschlinge
- Band um Bogengriff oder Finger, damit der Bogen nach dem Schuss nicht fällt. So kann die Bogenhand offen bleiben.
- Bogenständer
- Ablage, damit der Bogen auf dem Platz nicht auf dem Boden liegt. Schont Visier und Wurfarme.
- Brustschutz
- Eng anliegender Schutz über der Brust, damit Kleidung nicht die Sehne berührt. Besonders bei weiter Kleidung und für Schützinnen sinnvoll.
- Federgelagerter Stift im Mittelteil, an dem der Pfeil seitlich anliegt. Er federt die Pfeilbewegung ab und ist ein zentrales Tuning-Werkzeug am Recurve.
- Cam
- Die exzentrischen Rollen an den Wurfarmenden eines Compoundbogens. Sie sorgen für den Let-off, also die Zugentlastung im vollen Auszug.
- Centershot
- Seitliche Pfeilposition zur Sehnenlinie. Beim Recurve steht die Spitze meist knapp links von der Sehne (Rechtshand), eingestellt über den Button.
- Clicker
- Kleine Metallzunge am Mittelteil, die bei immer gleicher Auszugslänge vom Pfeil springt und hörbar klickt. Signal für den Ablass im olympischen Recurve.
- Clout-Schießen
- Weitschießen auf ein Fähnchen am Boden, das bis zu 165 m entfernt stehen kann. Gewertet wird nach Abstand der Pfeile zur Fahne.
- Compoundbogen
- Bogen mit Rollen und Kabelsystem. Durch den Let-off hält man im Auszug nur einen Bruchteil des Zuggewichts, dazu kommen meist Peep-Sight, Visier mit Linse und Release.
- Creep
- Unbewusstes Nachgeben im vollen Auszug, sodass die Sehne ein Stück nach vorne wandert. Folge: weniger Energie und tiefe Treffer.
- Cresting
- Farbige Ringe am Schaft, mit denen man die eigenen Pfeile erkennt. Früher handbemalt, heute oft als Wrap aufgeklebt.
- Dacron
- Polyester-Sehnenmaterial mit etwas Dehnung. Schonend für ältere Holz- und Langbögen, aber langsamer als moderne Materialien.
- Dämpfer
- Gummielemente an Sehne, Mittelteil oder Stabilisator, die Vibrationen und Geräusch nach dem Schuss reduzieren.
- Daumenring
- Ring für den Daumen beim asiatischen Zuggriff, wie er beim Reiterbogen üblich ist. Ersetzt Tab oder Handschuh.
- DBSV
- Deutscher Bogensportverband. Neben dem DSB einer der Verbände in Deutschland mit eigenen Meisterschaften, stark im Feld- und 3D-Bereich.
- Deflex
- Bauform, bei der die Wurfarme hinter dem Griff zum Schützen hin versetzt sind. Ergibt einen ruhigeren, verzeihenden, aber etwas langsameren Bogen.
- DFBV
- Deutscher Feldbogen Sportverband, Mitglied der IFAA. Ausgerichtet auf Feld-, Jagd- und 3D-Runden.
- Drehpunkt
- Tiefster Punkt der Griffmulde, an dem der Druck der Bogenhand ansetzt. Bezugspunkt für Auszugslänge und Standhöhe.
- DSB
- Deutscher Schützenbund, größter Verband für Bogensport in Deutschland und Mitglied bei World Archery. Viele Vereine schießen nach seiner Sportordnung.
- Einnocken
- Einsetzen des Pfeils mit der Nocke auf die Sehne, direkt am Nockpunkt. Die Leitfeder zeigt dabei vom Bogen weg.
- Endlossehne
- Sehne aus einem durchgehend gewickelten Garnstrang mit umwickelten Schlaufen. Standard bei modernen Recurve- und Barebow-Bögen.
- Endumwicklung
- Schutzwicklung an den Sehnenschlaufen, damit das Garn an den Wurfarmspitzen nicht durchscheuert.
- Englischer Langbogen
- Klassischer Langbogen mit D-förmigem Querschnitt, ohne Pfeilauflage und ohne Griffschnitt. Wird über den Handrücken geschossen.
- Face-Walking
- Zieltechnik beim Blankbogen: Der Ankerpunkt wird je nach Entfernung am Gesicht höher oder tiefer gesetzt. Alternative zum String-Walking.
- Fast-Flight
- Sammelbegriff für dehnungsarme Sehnenmaterialien wie Dyneema. Schneller als Dacron, aber nur für Bögen mit verstärkten Wurfarmspitzen geeignet.
- Feder
- Befiederung aus echter Truthahnfeder. Leicht und verzeihend über die Hand oder ein Shelf, aber empfindlich bei Nässe – typisch im traditionellen Bogenschießen.
- Feldbogenschießen
- Wettkampf im Gelände auf Auflagen mit bekannten und unbekannten Entfernungen, oft bergauf und bergab. Fordert Schätzen und sauberen Stand.
- Feldspitze
- Spitze mit kurzer Schulter für Scheibe und Feld. Dringt sauber ein und lässt sich gut wieder ziehen.
- Flämische Sehne
- Sehne, deren Schlaufen aus verdrehten Garnbündeln geflochten sind. Klassisch für traditionelle Bögen und optisch sehr ansprechend.
- Flu-Flu
- Pfeil mit stark spiralig gewickelter Feder, die ihn nach kurzer Strecke abbremst. Für Luftziele und Schießen auf kleinen Flächen.
- Follow-through
- Die Körperspannung bleibt nach dem Ablass kurz bestehen, Bogenarm und Blick bleiben beim Ziel. Verhindert, dass man den Schuss „verreißt“.
- fps
- Pfeilgeschwindigkeit in Fuß pro Sekunde. 1 fps entspricht etwa 0,3 m/s. Bei Compoundbögen oft als IBO-Wert angegeben.
- Freestyle
- Bogenklasse mit Visier, Stabilisatoren und Klicker – im Recurve-Bereich gleichbedeutend mit der olympischen Ausrüstung.
- GPI
- Schaftgewicht in Grain pro Zoll. Damit lässt sich das Gesamtgewicht eines Pfeils berechnen.
- Grain
- Gewichtseinheit für Pfeile und Spitzen. 1 Grain sind etwa 0,065 g, 100 Grain also rund 6,5 g.
- Griff
- Kontaktstelle der Bogenhand am Mittelteil. Ein entspannter, immer gleicher Griff ist wichtiger als ein fester.
- Gruppierung
- Wie eng die Pfeile einer Passe beieinander stecken. Eine enge Gruppe zeigt gleichmäßige Technik, das Visier verschiebt sie dann nur noch ins Gold.
- Handschock
- Rückstoß, den man nach dem Schuss in der Bogenhand spürt. Gutes Tuning, passende Pfeile und Dämpfer verringern ihn.
- Helical
- Federn, die spiralig auf den Schaft geklebt sind. Sie erzeugen mehr Drall und stabilisieren schwere Spitzen.
- IFAA
- International Field Archery Association, Weltverband mit Fokus auf Feld- und Jagdrunden.
- Insert
- Gewindehülse im vorderen Schaftende, in die Schraubspitzen gedreht werden.
- Instinktives Schießen
- Zielen ohne Visier und ohne bewusste Zielmarke: Man fixiert das Ziel, das Unterbewusstsein übernimmt die Ausrichtung. Typisch für Langbogen und Reiterbogen.
- Jagdrecurve
- Kompakter, meist einteiliger oder Take-Down-Recurve aus Holz, ohne Visieranbauten. Beliebt im 3D- und traditionellen Bereich.
- Kabelabweiser
- Stange am Compound, die die Kabel seitlich aus der Pfeilbahn hält.
- Kill-Zone
- Innerste Trefferzone eines 3D-Ziels, sie bringt die höchste Punktzahl.
- Kisser
- Kleiner Knopf auf der Sehne, der im Anker die Lippen berührt. Eine zweite Kontrolle für gleiche Kopfhaltung.
- Köcher
- Behälter für Pfeile – als Hüft-, Rücken-, Bogen- oder Bodenköcher. Für Scheibe meist am Gürtel, im Parcours oft am Rücken.
- Kreuzdominanz
- Starkes Auge und Schreibhand liegen auf verschiedenen Seiten. Viele Trainer empfehlen dann, nach dem Auge zu schießen.
- Kyudo
- Traditionelles japanisches Bogenschießen mit dem asymmetrischen Yumi. Stark auf Form und innere Haltung ausgerichtet.
- Laminatbogen
- Bogen aus mehreren verleimten Schichten wie Holz und Glasfaser. Stabiler und schneller als ein Bogen aus einem Stück Holz.
- Langbogen
- Bogen mit geraden Wurfarmen, die sich im Auszug gleichmäßig biegen. Ruhig, leise und ohne Anbauten – die Grundform des traditionellen Bogenschießens.
- lbs
- Pfund – die Einheit fürs Zuggewicht. 1 lbs sind etwa 0,45 kg.
- Leerschuss
- Ablassen der Sehne ohne Pfeil. Die Energie geht komplett in den Bogen und kann Wurfarme, Rollen oder Sehne zerstören – niemals machen.
- Leitfeder
- Farblich abweichende Feder, die beim Einnocken vom Bogen weg zeigt. So steht die Befiederung immer gleich zur Pfeilauflage.
- Let-off
- Zugentlastung des Compoundbogens im vollen Auszug, angegeben in Prozent. Bei 80 % Let-off hält man von 50 lbs nur noch 10 lbs.
- Mediterraner Griff
- Zuggriff mit einem Finger über und zwei Fingern unter dem Pfeil. Standard beim olympischen Recurve.
- Mittelteil
- Das Herzstück des Bogens mit Griff, Bogenfenster und Gewinden für Visier, Button und Stabilisator. Beim Take-Down werden hier die Wurfarme eingesetzt.
- Mittenwicklung
- Schutzwicklung in der Sehnenmitte, wo Finger und Nocke sitzen.
- Monostabilisator
- Langer Stab nach vorn, der den Bogen beruhigt und das Kippen nach dem Schuss dämpft.
- Nocke
- Kunststoffteil am Pfeilende, das auf der Sehne einrastet. Sie sollte fest genug sitzen, dass der Pfeil hängen bleibt, aber leicht ablösen.
- Nockpunkt
- Markierung auf der Sehne, wo der Pfeil eingenockt wird. Er sitzt meist ein paar Millimeter über der Waagerechten zur Pfeilauflage.
- Nockpunktzange
- Spezialzange zum Anbringen von Messing-Nockpunkten auf der Sehne.
- Offener Stand
- Fußstellung, bei der der vordere Fuß etwas zurückgenommen ist und der Körper leicht zum Ziel zeigt. Viele finden ihn stabiler als den parallelen Stand.
- Overdraw
- Pfeilauflage, die hinter den Drehpunkt versetzt ist. Erlaubt kürzere, leichtere Pfeile, verlangt aber mehr Präzision.
- Papiertest
- Man schießt aus kurzer Entfernung durch gespanntes Papier. Das Einschussbild zeigt, ob der Pfeil gerade fliegt oder schräg einschlägt.
- Passe
- Eine Runde von Pfeilen, nach der gewertet und gezogen wird – meist 3 oder 6 Pfeile.
- Peep-Sight
- Lochblende in der Compound-Sehne. Im Anker blickt man durch den Peep auf das Visier – wie bei Kimme und Korn.
- Pfeilauflage
- Auflage am Bogenfenster, auf der der Pfeil liegt. Von einfachen Klebeauflagen bis zu Fallaway-Rests am Compound.
- Pfeilzieher
- Gummigriff, mit dem man Pfeile schonend und sicher aus der Scheibe zieht.
- Primitivbogen
- Bogen aus natürlichen Materialien wie einem einzigen Holzstab, ohne moderne Kunststoffe.
- Recurvebogen
- Bogen, dessen Wurfarmenden sich vom Schützen weg biegen. Das speichert mehr Energie bei gleicher Länge. Einziger Bogentyp bei den Olympischen Spielen.
- Reflex
- Bauform, bei der die Wurfarme vor dem Griff liegen. Schneller, aber weniger verzeihend als Deflex.
- Reiterbogen
- Kurzer, stark gekrümmter Bogen nach historischen Vorbildern, ursprünglich vom Pferd geschossen. Meist über den Daumen oder ohne Pfeilauflage.
- Release
- Auslösehilfe für den Compound, die die Sehne statt der Finger hält. Ausgelöst wird per Abzug, Daumendruck oder Rückenspannung.
- Robin Hood
- Ein Pfeil steckt im Ende eines anderen. Zeigt eine perfekte Gruppe – und kostet meist zwei Pfeile.
- Rohschafttest
- Man vergleicht unbefiederte mit befiederten Pfeilen. Liegen beide zusammen, passt der Spine zum Bogen.
- Rückenspannung
- Der Auszug wird durch die Rückenmuskulatur gehalten, nicht durch Arm und Schulter. Das macht den Ablass ruhig und wiederholbar.
- Schaft
- Der eigentliche Pfeilkörper aus Carbon, Aluminium, Holz oder einer Kombination. Bestimmt Spine, Gewicht und Haltbarkeit.
- Scheibenauflage
- Bedrucktes Papier mit Ringen, das auf die Scheibe geheftet wird. Gängig sind 40 cm (Halle), 80 cm und 122 cm (Freiluft).
- Scheibenpanik
- Man kann das Visier nicht mehr ruhig ins Gold halten und löst zu früh oder gar nicht. Hilft meist nur Training ohne Ziel und Geduld.
- Schraubspitze
- Spitze mit Gewinde für ein Insert. Austauschbar, um das Spitzengewicht anzupassen.
- Sehne
- Verbindet die Wurfarmspitzen und überträgt die Energie auf den Pfeil. Länge, Material und Strangzahl müssen zum Bogen passen.
- Sehnenwachs
- Pflegemittel, das die Fasern schützt und Feuchtigkeit abhält. Regelmäßig dünn einreiben verlängert die Lebensdauer.
- Spannschnur
- Schnur mit zwei Taschen für die Wurfarmspitzen. Damit spannst du Recurve und Langbogen sicher und gleichmäßig auf.
- Spine
- Biegesteifigkeit des Schafts. Je kleiner die Zahl, desto steifer der Pfeil. Er muss zu Zuggewicht, Pfeillänge und Spitzengewicht passen.
- Stabilisator
- Stangen am Bogen, die Gewicht verteilen, Vibrationen schlucken und den Bogen im Ziel ruhiger halten.
- Stand
- Fußstellung und Körperhaltung an der Schießlinie. Er ist die Basis jedes Schusses und sollte immer gleich sein.
- Standhöhe
- Abstand zwischen Sehne und Drehpunkt des Griffs im aufgespannten Zustand. Der Hersteller gibt einen Bereich vor, darin wird fein eingestellt.
- String-Walking
- Zieltechnik beim Blankbogen: Die Zughand greift je nach Entfernung tiefer an der Sehne, so wandert die Pfeilspitze als Zielhilfe.
- Tab
- Leder- oder Kunststoffplatte, die die Finger der Zughand schützt und einen glatten Ablass ermöglicht.
- Take-Down
- Zerlegbarer Bogen aus Mittelteil und abnehmbaren Wurfarmen. Leicht zu transportieren und mit stärkeren Wurfarmen mitwachsend.
- Tiller
- Unterschied im Abstand der oberen und unteren Wurfarmbasis zur Sehne. Er gleicht aus, dass man oberhalb der Bogenmitte greift.
- Traditionelles Bogenschießen
- Schießen mit Langbogen, Reiterbogen oder Jagdrecurve, meist ohne Visier und Anbauten und oft instinktiv.
- Tuning
- Feinabstimmung von Bogen und Pfeil, etwa Standhöhe, Tiller, Nockpunkt und Button, damit der Pfeil sauber fliegt.
- Untergriff
- Alle drei Finger greifen unter dem Pfeil. Bringt den Pfeil näher ans Auge und wird gern beim Blankbogen genutzt.
- V-Bar
- Verbindungsstück, an dem beim olympischen Recurve die seitlichen Stabilisatoren schräg nach hinten montiert werden.
- Vanes
- Befiederung aus Kunststoff. Robust und wetterfest, Standard bei Compound und Carbonpfeilen mit Pfeilauflage.
- Visier
- Zielvorrichtung mit Korn oder Linse, die man für jede Entfernung einstellt. Erlaubt beim Freestyle-Recurve und Compound.
- World Archery
- Weltverband des Bogensports, bis 2011 FITA genannt. Er legt die Regeln für olympisches Bogenschießen und viele Wettkampfrunden fest.
- Wurfarm
- Die biegsamen Teile ober- und unterhalb des Griffs, die beim Auszug die Energie speichern. Beim Take-Down austauschbar, das Zuggewicht steht auf dem Wurfarm.
- Zoll
- Längeneinheit für Bogen, Auszug und Pfeil. 1 Zoll sind 2,54 cm.
- Zuggewicht
- Kraft, die bei einer bestimmten Auszugslänge auf der Sehne liegt, angegeben in lbs. Beim Recurve meist auf 28 Zoll bezogen. Einsteiger starten bewusst leicht.
- Zughand
- Die Hand, die die Sehne zieht. Beim Rechtshandschützen die rechte.
- Zugwaage
- Messgerät, das das tatsächliche Zuggewicht bei deiner Auszugslänge zeigt.